Spielwarenmesse in Nürnberg feiert Aufschwung
Spiels noch einmal, und noch mal und wieder. Gespielt wird immer, auch in wirtschaftlich schlechten Zeiten. Das ist das Fazit der Veranstalter der Nürnberger Spielwarenmesse, zu der vom 04. bis 09.02.2010 mit 76.600 Fachbesuchern rund zwei Prozent mehr Gäste als im Vorjahr kamen. Sie alle reisten aus 104 Ländern an, um klassische Spielwaren, innovative Produkte und brandaktuelle Trends zu begutachten und um bei 2.625 Ausstellern Aufträge zu schreiben. Das Stimmungsbarometer der Spielwarenbranche zeigt freundliches Klima: Händler und Einkäufer gehen das neue Jahrzehnt mit Optimismus und Orderbereitschaft an.
Das Feedback von Veranstaltern, Ausstellern und Besuchern zur 61. Spielwarenmesse in Nürnberg war rundum positiv: 23,2 Prozent der Aussteller gaben an, dass ihre Kunden kauf- und orderfreundlicher gewesen waren als im Vorjahr (2009: 9,4 Prozent). Der Entscheideranteil der Fachbesucher war 2010 auf 86,2 Prozent gestiegen (2009: 84,8 Prozent). Interessant: 52 Prozent aller Einkäufer und Händler kamen aus dem Ausland (2009: 51 Prozent), was die internationale Beliebtheit der deutschen Spielwarenmesse erneut bestätigt. Zwar war die Zahl der deutschen Fachbesucher dezent gesunken, dies wurde jedoch durch das hohe Besucheraufkommen aus Frankreich, Großbritannien, Polen, Russland und den USA kompensiert. Soviel zu den Zahlen. Ein Bericht über eine derart große und schillernde Veranstaltung, wie es die Spielwarenmesse Jahr für Jahr ist, kann freilich nicht anders, als ausgewählte Themen fokussieren. LicensingPress konzentriert sich deshalb auf Neuheiten – die Sonderfläche Baby’sWorld und den 1. Internationalen Spielwarenkongress – und natürlich das License- Center, das für die Leserschaft von besonderem Interesse ist.
Premiere auf der Spielwarenmesse: Baby’sWorld In diesem Jahr wurde auf der Spielwarenmesse erstmals die große Auswahl an Babyartikeln gebündelt auf einer Sonderfläche (Halle 2) präsentiert. Damit setzte die Spielwarenmesse den Startschuss für die Einführung der eigenständigen Produktgruppe „Babyund Kleinkindartikel“ ab 2011. Das kommt natürlich nicht von ungefähr: Der Markt für Babyspielwaren bietet enormes Wachstumspotential. Und somit stellt die Spielwarenmesse mit der Einrichtung der Baby’sWorld ihr Gespür für Trends erneut unter Beweis. Und die Unternehmen, die hier Babyspielzeug und -artikel ausstellten, freuten sich über das deutlich gestiegene Interesse an diesem Marktsegment: 12,4 Prozent (2009: 8,3 Prozent) der Besucher äußerten ein vorrangiges Interesse an Babyartikeln und -spielzeug. Auch edukatives Spielzeug und Bücher lagen hoch im Kurs – damit bestätigt sich der positive Trend zu entwicklungsförderndem Spielzeug für Kinder.
Praxisnahes Wissen auf den Punkt gebracht
Im Rahmen des zweitägigen 1. Internationalen Spielwarenkongresses referierten hochkarätige Branchenexperten über Verkaufsstrategien, Marktgeschehen und die Anforderungen im Tagesgeschäft von Spielzeugherstellern und -händlern. Das Fachangebot stieß auf große Resonanz. Dazu Ernst Kick, Vorstandsvorsitzender der Spielwarenmesse eG: „Das Kongressangebot ist erfolgreich gestartet. Wir sehen uns bestärkt, das Programm weiterzuführen.“
Lizenzwelten erleben
Das vor vier Jahren erstmals aufgelegte LicenseCenter war auch 2010 an allen Messetagen wichtiger Treffpunkt für die Lizenzbranche und deren Kunden. Hier präsentierten Lizenzgeber auf einer großzügigen Ausstellungsfläche aktuelle und im Spielwarenmarkt bewährte Lizenzthemen. Das LicenseCenter, das der Initiative der Spielwarenmesse entspringt, hat sich als Präsentationsplattform bewährt, über die gute Kontakte zwischen Vertretern von Lizenzthemen und Herstellen bzw. Ausstellern geknüpft werden. „Die Besucher können sich mit allen Fragen an das Team der Fachzeitschrift LicensingPress wenden, die das LicenseCenter leitet und uns als offizieller Berater rund um den Themenkomplex Licensing berät. Es ist von großem Vorteil für die Fachbesucher, dass sie sich hier auf einen Blick über ganze Themenwelten informieren und sich ein Bild von der Bandbreite vorhandener Lizenzthemen machen“, fasst dazu Michael Hubl (Projektleiter) den Nutzen des LicenseCenters zusammen. Mit Blick auf den Spielwarenbereich, der traditionell zu einem starken Geschäftsfeld im Licensing und Merchandising zählt, bietet das LicenseCenter potenziellen Interessenten wie Kunden eine wichtige Orientierungshilfe. Das zeigt sich auch an der guten Frequentierung: In diesem Jahr kamen noch mehr Besucher als in den Vorjahren zum Licensing-Hot- Spot. Vor allem das internationale Publikum hatte deutlich zugelegt. Auch die lizenznehmenden Aussteller gaben ein positives Feedback: Sie profitieren davon, dass sie den Handel auf sich aufmerksam machen und in vielen Fällen bereits Aufträge schreiben konnten. Aufgrund der positiven Resonanz seitens Ausstellern und Besuchern soll laut Ernst Kick, Vorsitzender der Spielwarenmesse, der Bereich Lizenzen zukünftig noch weiter ausgebaut werden.